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The Coming of the Nonmembers - by Orson Scott Card - Translated into German

Das Kommen der Nichtmitglieder

By Orson Scott Card

Onkel Lamar und Tante Daverla lebten siebzehn Jahre lang in Orem bis sie ein Nichtmitglied trafen. Ihre Kinder hatten noch nie ein Nichtmitglied getroffen. Ihr Hund hatte noch nie einen Haufen auf dem Rasen eines Nichtmitgliedes gemacht. Sie waren völlig unvorbereitet als ihre Nachbarn, die Familie Cannon, fortzog und eine neue Familie einzog.

Es begann als das Schild mit der Aufschrift „Zu Verkaufen" aus dem Vorgarten verschwand. Tante Daverla rief uns an und sagte: „ Benulda Miner kennt die Schwiegermutter des Cousins des Immobilienmaklers und sie hat uns gesagt, dass die neue Familie keine Mitglieder sind."

In Utah fragt man nicht „keine Mitglieder wo?" Man kann Mitglied des Rotary Clubs oder Lions Clubs sein oder der Senioren Naschgruppe oder des Stadtrates aber wenn man kein Mormone ist, ist man kein Mitglied.

„Ich frage mich ob die Raucher sind", sagte Tante Daverla. Meine Frau Dandee sagte: „Wenn sie Raucher sind, gehen sie zum Rauchen bestimmt auf die Toilette und schließen die Tür zu", und Tante Daverla sagte, dass das wahrscheinlich stimmte. „Aber ich weiß nicht so recht. Wird es sicher sein, die Kinder mit denen spielen zu lassen? Was ist wenn die lange Haare haben?"

Daverla spekulierte noch eine halbe Stunde über Drogenhandel und Orgien im Haus der Nichtmitglieder, bevor wir das Telefon aufhängen konnten. Dann vergaßen Dandee und ich alles wieder, bis wir zum großen Erntedankfestessen mit der Familie bei meiner Mutter waren.

Als wir zur Haustür hereinkamen, waren Lamar und Daverla mittendrin in ihrem Bericht über die Nichtmitgliederfamilie, aber natürlich waren sehr mehr als willig, wieder von vorne zu beginnen. „Wir waren sehr angenehm überrascht", sagte Tante Daverla, während Onkel Lamar zustimmend nickte. „Kurze Haare, kein Hund, saubere Kinder, Nichtraucher. Genau das, worauf wir gehofft haben. Die fluchen nicht einmal. Die könnten praktisch Mitglieder sein."

Lamar lehnte sich voller Eifer nach vorn. „Die jagen auch", sagte er und fünfzehn Minuten lang hörten wir von den Jagdtrophäen und den drei Jagdgewehren der Nichtmitgliederfamilie. „Die schießen mindestens ein Reh pro Jahr", endete Lamar, der vor Zufriedenheit strahlte. „Die könnten praktisch Mitglieder sein."

Was dann zu der offensichtlichen Frage führte: „Freundet ihr euch mit ihnen an?"

„Anfreunden!", stieß Daverla aus. „Anfreunden! Sobald wir herausgefunden haben, dass die in Ordnung sind, habe ich einen Kuchen gebacken und Lamar ist raus in die Garage gegangen, um den Rasenmäher voll zu tanken. Aber das war so empörend. Lamar hatte gerade den Rasenmäher in Gang gesetzt, und hältst du es für möglich? Bruder Andrews von der anderen Straßenseite war schon draußen um deren Rasen zu mähen. Und dabei sind die Nichtmitglieder doch unsere Nachbarn."

„Und dann ist Daverla mit dem Kuchen nach drüben gegangen und da waren auch schon die FHV Präsidentschaft und die Honeywells von gegenüber und Schwester Johnson vom anderen Ende des Blocks", sagte Lamar.

Daverla unterbrach. „Ich war so aufgebracht, ich hätte schreien können. Unsere Nachbarn, unser goldener Kontakt und alle wollen sich da reinhängen und dann die Lorbeeren ernten."

Es kam dann heraus, dass alle Besucher einen Kuchen daließen und Lamar den Rasen hinter dem Haus mähte und Bruder Andrews den Rasen vor dem Haus.

„Aber es hat bis jetzt noch nichts genützt", berichtete Daverla ein wenig eingeschnappt.

„Warum nicht? Mit all der Freundschaft…"

„Na ja, die sind Sieben Tags Adventisten. Sobald wir angefangen haben über Religion zu erzählen, haben die sofort ein paar Broschüren gezückt und haben versucht uns zu bekehren. Als wenn wir nicht schon die Wahrheit hätten. Fast wünsche ich mir, wir hätten den Kuchen für uns behalten. Es war ein Gewürzkuchen mit einem besonderen Zuckerguss, weißt du."

„Ich hätte gern ein Stück von dem Kuchen gegessen", sagte Onkel Lamar. „Aber, ich glaube der Kuchen ist im Himmel als gute Tat für uns verzeichnet worden, selbst wenn die Nichtmitglieder nicht an der Kirche interessiert sind."

Dann war es Zeit für das Erntedankfestessen und ich muss sagen, dass Mutter wunderbaren Truthahn kocht, auch wenn die Füllung immer ein wenig feucht ist. Dandee gab vor, dass sie kandierte Süßkartoffeln mag und dann war das Abendessen auch schon vorbei und wir machten uns fertig, um zurück nach Salt Lake City zu fahren, als ich fragte: „Wie heißen denn die Nichtmitglieder überhaupt?"

„Oh, Muskoblitz oder Moskowitch. Irgend so ein russischer oder polnischer Name oder österreichisch oder so was. Konnte ihn nicht aussprechen." Und dann wandte sich Onkel Lamar wieder seinem Footballspiel zu. Das war alles was wir über die Nichtmitgliederfamilie hörten, aber auf dem Weg nach Hause sagte meine Frau zu mir „Weißt du was?"

Ich bekundete dann meine Meinung, dass ich einige Dinge wusste und sie widersprach.

„Nein, nein Liebling, weißt du was ich tun möchte?"

„Was?"

„Ich glaube, es würde Spaß machen irgendwann nach Orem zurückzuziehen."

„Sicher", sagte ich zustimmend, „sobald die Kinder alt genug sind um zu verstehen."

„Aber wenn wir umziehen" sagte sie, „lass' uns allen erzählen, dass wir keine Mormonen sind!"

Irgendwie gefiel mir diese Idee. Nach den ersten Besuchen würden uns die Nachbarn nie mehr nerven. Aber dann fiel uns ein, dass das Spiel nach dem ersten Kirchenbesuch vorbei wäre. Na ja, was soll's. Ich glaube nur Nichtmitglieder können so ein Privatleben in Utah führen.

Ich schrieb dieses kleine Stück Fiktion 1978, als meine Frau und ich noch in Utah wohnten. Ich hatte völlig vergessen, dass ich es geschrieben hatte, bis mich ein Redakteur von Bookcraft anrief und vorschlug eine Sammlung von Essays zu veröffentlichen. „Ich habe nicht genügend geschrieben", sagte ich. „Doch das haben Sie", sagte er und bewies es, indem er mir, zusammen mit dieser Geschichte, genügend Kopien von Essays schickte um ein Buch zu füllen. Ich nahm einige Essays heraus und ersetzte sie durch einige Vorträge von denen er keine Kopien hatte. Das Resultat ist das Buch was Sie jetzt in der Hand halten.

Warum sollten Sie es lesen?

Ich bin kein Prophet und ich behaupte auch nicht inspirierte Einsichten zu haben. Falls es das ist, was sie im Moment wollen, lesen Sie die Schriften und folgen Sie den Geboten indem Sie beten. Dieses Buch stellt keinen Ersatz dafür dar.

Ich bin auch kein Gelehrter. Ich lese ständig, ich denke viel nach aber ich habe noch keine tiefgründigen Forschungen angestellt und ich behaupte auch nicht auf irgendeinem Gebiet ein Experte zu sein, außer dass ich ein wenig über das bescheidene Talent weiß, dass ich nutze um mir meinen Lebensunterhalt zu verdienen, nämlich fiktionale Geschichten zu schreiben. Also warum lasse ich es nicht darauf beruhen und lasse meine Geschichten für sich selbst sprechen, indem ich keinen Regalplatz in Ihrem örtlichen mormonischen Buchladen mit einem Buch voller Essays verschwende?

Was ich weiß, dass wissen viele Menschen und was ich sage haben andere Menschen schon gesagt. Doch ich weiß aus eigenem Erleben, dass man etwas hundertmal hören kann und es nicht nur nicht verstehen mag sondern außerdem auch nicht verstehen mag, dass man es nicht verstanden hat. Dann auf einmal hört man dasselbe noch einmal aber etwas anders ausgedrückt oder in einem anderen Zusammenhang oder man hört es einfach von jemand anderem - und siehe da! Die Idee, die lange Zeit schwer verständlich schien wird greifbar, weil man endlich bereit ist, sie zu verarbeiten oder endlich hat jemand ein Konzept so ausgedrückt, dass es einem möglich macht es zu verstehen.

Genau dafür ist dieses Buch da. Es kann sein, dass wenn ich die Wahrheiten ausspreche, die ich während meiner begrenzten Erfahrungen gelernt habe, es Leser gibt, die darauf gewartet haben, es genau auf die Art und Weise zu hören, in der ich gelernt habe es zu sagen. Es wird Leser geben, die sich in jenem Moment dem Geist des Verständnisses geöffnet haben werden und davon berührt werden.

Natürlich wird es auch solche geben, die keine Harmonie mit meiner Art des Sprechens oder Denkens empfinden werden oder solche die meine Meinungen sogar anstößig finden. Sie haben nicht unrecht aber ich auch nicht. Wir Heilige der Letzten Tage sind verbunden durch unsere Verpflichtung gegenüber der Kirche, die der Herr errichtet hat und durch unseren Glauben an lebende Propheten, durch die der Herr auch heute noch spricht. Darüber hinaus gibt es enormen Freiraum für Unterschiede unter uns. Aus Nächstenliebe verdammen wir unsere gegenseitigen Unterschiede nicht, sondern wir bieten einander die besten Gaben an, die wir besitzen und nehmen die besten Gaben an, die andere zu bieten haben. Es mag sein, dass die Gaben, die ich zu bieten habe, Ihnen nicht besonders attraktiv erscheinen. Ich bin deswegen nicht beleidigt. Sowohl die Gabe als auch der Geber sind nicht fehlerfrei aber ich kann Ihnen versichern, dass ich versucht habe die Fehler, die ich erkannt habe zu verbessern. Ich werde auch weiterhin viele Dinge lernen und die Meinungen und Vorstellungen, die ich jetzt habe, werden sich sicherlich verändern und verbessern, ähnlich wie sie auch in der Vergangenheit viele Male verbessert und verändert worden sind.

Mit anderen Worten, wenn Sie finden, dass ich mich irgendwo geirrt habe, wird niemand überrascht sein, am allerwenigsten ich. Ich bin mehr als willens zuzugeben, dass ich nicht alles verstehe und manchmal gibt es sogar Tage, an denen ich die Vermutung habe, dass ich eigentlich nichts wirklich verstehe. Ich habe bis jetzt auch noch niemanden getroffen, der mir nicht hätte etwas beibringen können, wenn ich das Verständnis und die Bescheidenheit gehabt hätte.

In einer Sache bin ich mir sicher: Es muss auch einige Dinge geben, die Sie nicht verstehen und es besteht eine gute Möglichkeit, dass ich ein paar Dinge gelernt haben mag, die Sie noch nicht gelernt haben. Demzufolge sollte niemand von uns überrascht sein, falls Sie hier doch etwas von Wert finden sollten, wie klein es auch sein mag. Dafür ist doch die Kirche da, oder? Wir können unser dürftiges Wissen bündeln und zusammen Großartiges im Dienst für den Erretter zustande bringen.

Es gibt eine Reihe von Aspekten, in denen die Kirche perfekt ist. Einer dieser Aspekte ist der Folgende: Die Kirche reflektiert auf vollkommene Weise den Charakter der Menschen, die ihr angehören. Das war schon immer der Fall und es wird auch immer so bleiben. Es ist aber auch so, dass die Kirche aus unvollkommenen Menschen besteht und das bedeutet, dass sogar ein inspiriertes Konzept verfälscht und missbraucht werden kann und dadurch Menschen verletzt werden können. Was tun wir dagegen?

Wir müssen irgendetwas tun. Denn wir glauben, dass Christus zu einer Zeit wiederkehren wird, in der wir nicht nach ihm Ausschau halten werden. Es spielt eine wichtige Rolle, womit wir uns beschäftigen, wenn er kommt. Im Einzelnen glaube ich, dass er von uns, als seine Kirche, erwartet, dass wir eine Gesellschaftsform entwickelt haben, die Zion gleich ist und ein Volk geworden sind unter dem er wohnen kann. Es ist aber sicher, dass wir, als ein Volk, diesen Grad an Rechtschaffenheit noch nicht erreicht haben. Zwar haben wir auf einigen Gebieten Boden gutgemacht, haben ihn aber anderswo verloren. Unser Gehorsam und unsere Liebe sind noch unvollkommen. Wir haben uns, als ein Volk, viele Gewohnheiten in Sprache, Gedanken und Tat zu Eigen gemacht, die wir überwinden müssen, bevor er wiederkommt, damit wir froh und nicht beschämt antworten werden, wenn er uns danach fragt, was wir mit dem getan haben, was er uns anvertraut hat.

Wir müssen einander vergeben. Manchmal ist das schwer und es braucht Zeit, und Vergebung ist ein Talent, das ich noch nicht vollständig beherrsche. Es gibt Leute in der Kirche, die mir wehgetan haben, denen ich noch nicht vergeben habe und es gibt Leute, denen ich wehgetan habe und die mir noch nicht vergeben haben. Aber ich glaube, dass wir alle daran arbeiten und dadurch bessere Menschen werden.

Aber einander vergeben ist nicht genug. Wir müssen einander auch lehren. Was tun wir Gutes, wenn wir jemandem vergeben und nicht gleichzeitig die Anstrengung unternehmen, demjenigen zu helfen zu verstehen, wie er uns verletzt hat? Natürlich behandeln wir ein junges Paar, dessen Verstoß gegen die Gebote zu einer unehelichen Schwangerschaft geführt hat, mit Liebe. Doch sind wir auch unbeirrt in der Bekräftigung der Wahrheit, dass das, was sie getan haben, in den Augen Gottes und des Gemeinwesens in dem sie leben, falsch war. Weniger zu tun, würde sie und jede andere Person in diesem Gemeinwesen verletzen, die aus unserer Vergebung schließen könnte, dass kein Schaden entstanden ist. In der Kirche haben wir die heilige Aufgabe auf Fehler hinzuweisen und gleichzeitig die Person, die den Fehler begangen hat, zu lieben und ihr zu vergeben.

Das bedeutet also, dass wir in der Praxis Übertretungen generell verurteilen, im Einzelfall aber vergeben. (Kirchengerichte sind in dieser Hinsicht natürlich eine andere Sache, da sie manchmal für das allgemeine Wohlergehen der Kirche, im Einzelfall verurteilen müssen.) Ich sehe keine Unstimmigkeit darin, Liebe für gute Freunde, die schwer gesündigt haben, zu zeigen und Ihnen gegenüber keinen Groll zu hegen, wegen ihres Kampfes mit Dingen der Rechtschaffenheit aber gleichzeitig verurteile ich diese Art von Sünde, die sie begangen haben, indem ich sie und andere auf generelle und fiktionale (also nicht persönlich) Weise vor dem Schaden, den solche Übertretungen gegen die Ordnung anrichten, warne.

Fiktion, in diesem Sinne, kann als eine andere Form des Rednerpults dienen (und das tut sie auch immer). Was der Erzähler darüber glaubt, wie die Welt funktioniert, was gut, wichtig und wahr ist und was böse, verwirrend und falsch ist, zeigt sich immer in seinen Geschichten. Und doch können Geschichten so strukturiert sein, dass sie gleichzeitig unterhalten und belehren. Bei guten Geschichten ist das immer der Fall, denn ohne das Element der Unterhaltung, bleibt das Publikum nicht lange genug bei der Sache um etwas zu lernen. Jesus wusste das und lehrte in Gleichnissen. Diejenigen von uns, die die Tricks des Erzählens kennen, folgen also einer würdigen Tradition, wenn wir Geschichten erzählen, die zur Korrektur anregen.

Die kleine Geschichte am Anfang dieses Essays ist natürlich subtil und ich hoffe, dass sie ein wenig Humor darin erkannt haben. Das Thema jedoch, die Art und Weise, wie wir Nichtmitglieder in unserer Mitte oft behandeln indem wir uns nur mit ihnen anfreunden, um sie in unsere Gemeinschaft zu bringen und dann zu verschwinden, wenn sie unsere Hoffnungen nicht erfüllen, ist ernst genug. Es verleiht uns das Aussehen von Heuchlern und Ausbeutern. Ich hätte einen ganzen Essay über das Thema schreiben können, aber ich glaube das Erzählen der kleinen Geschichte weist besser auf das Thema hin, denn für so manchen Leser, der sich so verhält, ist es wahrscheinlicher sich selbst zu erkennen und die Notwendigkeit zur Veränderung zu begreifen, wenn er diese Geschichte liest und nicht wenn er eine offenkundige Predigt darüber hört.

Darum haben meine Frau und ich Hatrack River Publications gegründet, einen Verlag, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, mormonische Literatur zu veröffentlichen, die völlig loyal gegenüber der Kirche und dem Evangelium ist, aber gleichzeitig unsere Fehler und Schwächen als ein Volk aufzeigt und uns den Weg der Besserung weist. Die meisten unserer Veröffentlichungen sind humoristisch, das meiste aber auch manchmal schmerzhaft. Es ist aber auch eine Art, in der Menschen mit bestimmten Gaben, ihre Talente zum Wohl der Kirche nutzen können.

Unglücklicherweise kann ich mich in diesem Buch nicht auf die erweichenden Effekte von Fiktion verlassen. Aber auch der Erretter hat nicht immer in Gleichnissen gelehrt. Manchmal möchte man direkt, klar und leidenschaftlich sprechen. Für einige, die mit meinen fiktionalen Geschichten vertraut sind, mögen diese Essays gar nicht so unterhaltsam erscheinen und auch viel endgültiger als die Dinge in meinen Erzählungen. Falls sie dies hier nicht mögen, rate ich Ihnen zu meinen Geschichten zurückkehren und wir können beide damit zufrieden sein. Meine Erzählungen sind ein besserer Indikator von dem was ich glaube und wer ich bin. In Geschichten ist es letztendlich unmöglich irgendjemanden darüber zu betrügen, aber in Essays und Ansprachen werden Sie nur das finden von dem ich glaube, dass ich es glaube. Ich hoffe, Sie werden Dinge von Wert und Wahrheit in diesem Buch finden aber sie werden nicht so viel von mir selbst finden, wie das der Fall in meinen Erzählungen ist. Das ist unvermeidlich, im Gegensatz zur Polemik ist das ein Teil der Natur des Erzählens.

Nachdem ich Sie nun so gründlich gewarnt habe, frage ich mich, ob überhaupt jemand den Rest des Buches lesen wird. Ich hoffe, dass dies der Fall ist und dass Sie, bewaffnet mit Verstand und Geduld, Ihre Zeit und Ihre Gedanken auf die hier präsentierten Essays und Ansprachen verwenden werden. In dem Fall, dass ein Essay oder eine Ansprache eine Einführung oder einen Kommentar nötig hat, ist dafür gesorgt. Andernfalls sprechen sie für sich selbst. Über alle Ansprachen und Essays kann ich das folgende sagen: Ich hätte nicht über ein Thema gesprochen oder geschrieben, wenn ich nicht daran geglaubt hätte und mich nicht dafür interessiert hätte und nicht gedacht hätte, dass das Verständnis dieser Dinge etwas Gutes bewirken könnte. Ich hoffe, dass dies der Fall für Sie sein wird.

 
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